Über mich

Christian Haase
PositionenBiografie

Menschenbild

Mein Kompass ist das christliche Bild vom Menschen. Aus diesem Menschenbild leite ich einen Dreiklang ab: Ich sehe immer zuerst den einzelnen Menschen mit seiner unantastbaren Würde und seinen individuellen Fähigkeiten. Ich verbinde die Freiheit des Einzelnen mit seiner Verantwortung für die Gemeinschaft. Ich begegne der Welt mit Respekt und in Demut, weil ich weiß, dass wir nicht die letzte Generation auf diesem Planeten sind und nicht die letzte Wahrheit kennen.

Aus diesem Dreiklang ergibt sich für mich als Christdemokraten der Auftrag, mit Neugier, Zuversicht und Vertrauen in den Menschen nach der bestmöglichen Lösung zu suchen.

Ländlicher Räume

Die ländlichen Räume sind die Kraftzentren unseres Landes. Knapp 60% der Menschen leben in ländlichen Regionen Deutschlands. Auch ist hier der überwiegende Anteil unserer mittelständischen Wirtschaft mit Handwerk, Industrie und Dienstleistungen angesiedelt. Fast die Hälfte des deutschen Bruttosozialprodukts (46 Prozent) wird auf dem Land erwirtschaftet.

Haushalt und Wirtschaft

Als haushaltspolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag nimmt die Haushaltspolitik den Hauptteil meiner Arbeit ein. Solide und generationengerecht zu wirtschaften, steht für mich im Mittelpunkt. Die Schuldenbremse ist für mich daher ein zentrales Instrument, welches beibehalten werden muss. Ich halte es wie zu Hause: Wo kein Geld da ist, kann auch keines ausgegeben werden. Dann muss man sparen und priorisieren.
Ich möchte nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum. Dazu braucht es eine Wachstumsagenda mit einer attraktiven Unternehmensteuer, schnelleren Planungsverfahren, weniger Regulierung und mehr Zukunftsinvestitionen.

Energie und Umwelt

Klimaneutralität für Deutschland bis 2045 ist unser Ziel. Damit ist und bleibt die Energiewende eines unserer zentralen Vorhaben für die kommenden Jahrzehnte. Ohne Frage brauchen wir Klimaneutralität zur Bewahrung der Schöpfung, zum Erhalt der Artenvielfalt, zur Sicherung unserer Lebensgrundlagen und auch zur Vermeidung von einer zunehmenden Anzahl von Extremwetterlagen. Fakt ist, dass Deutschland gerade einmal für 2% aller Treibhausgasemissionen weltweit verantwortlich ist. Selbst wenn wir unsere Ziele sogar übertreffen würden, würde der unveränderte Anstieg des Ausstoßes schädlicher Treibhausgase allein von China all unsere Kraftanstrengungen zunichtemachen. Insofern ist klar, dass wir international zusammenarbeiten müssen. Allein erreichen wir nichts. Daher wollen wir Vorbild sein, aber nicht moralisieren oder überfordern. Sonst wird niemand unserem Beispiel folgen. Der Emissionshandel ist dafür unser zentrales Instrument. Wir achten darauf, dass Energie sicher, sauber und bezahlbar ist. Neben Wind und Sonne muss Biomasse eine Alternative bleiben. Absehbar kommen wir auch nicht ohne neue Gaskraftwerke aus.

Innen und Außen

Die neue Weltlage erfordert es, die geopolitische Handlungsfähigkeit und die strategischen Interessen Deutschlands wieder stärker in den Fokus zu rücken. Unsere Freiheit ist nicht selbstverständlich und muss immer wieder aufs Neue verteidigt werden. Dafür müssen wir ein starker Partner sein in einem starken Bündnis. Unsere Außenpolitik ist von zentraler Bedeutung, um die Interessen Deutschlands in der Welt zu vertreten. Der russische Überfall auf die Ukraine verdeutlicht in besonderem Maße, dass neben den neuen globalen Gefahren leider auch konventionelle Bedrohungen in unserer Nachbarschaft nicht der Vergangenheit angehören. Deutschland setzt sich international für Frieden und die Beilegung von Konflikten ein. Ganz zentral ist dabei unser Mitwirken in multilateralen Organisationen wie der OSZE oder den Vereinten Nationen. Die dort institutionalisierte Zusammenarbeit fördert den Dialog und hilft Konflikte zu vermeiden bzw. zu entschärfen. Unabhängig davon müssen wir als Land auch aus militärischer Sicht handlungsfähig sein. Allerdings können wir selbst mehr für die Stärkung unseres Bündnisses, der NATO tun und dürfen uns nicht nur auf unsere Partner verlassen. Deshalb muss Deutschland einen Wachstumspfad bei den Verteidigungsausgaben, unabhängig vom Sondervermögen Bundeswehr, hin zum 2-Prozent-Ziel der NATO einschlagen.

Soziale Sicherheit

Die Rente muss für alle Generationen gerecht und zuverlässig sein. Für mich steht der Grundsatz der Leistungsgerechtigkeit im Fokus: Wer gearbeitet hat und Beiträge gezahlt hat, muss mehr haben als jemand, der dies nicht getan hat. Es braucht eine Agenda für die Fleißigen: Wer mehr leistet, muss sich mehr leisten können. Ich möchte, dass kleine und mittlere Einkommen entlastet und arbeitende Rentner steuerlich bessergestellt werden. Niedrigere Steuern und Abgaben sorgen für höhere Löhne, mehr Jobs und stärkeres Wachstum.

Heimat und Ehrenamt

Unser Land lebt vom Ehrenamt. Ohne Ehrenamt gibt es keinen Gemeinschaftsgedanken und ist in unserer Heimat kein Staat zu machen. Diese gesellschaftliche Leistung ist allerdings keine Selbstverständlichkeit. Ehrenamtlich tätige Frauen und Männer gehören zu den wertvollsten Stützen einer lebendigen Demokratie. Sie schenken Zeit, Kraft und Herzblut vor Ort. Ehrenamt bedeutet für mich Heimatverbundenheit, Teil unserer regionalen Identität und ist die tragende Säule unserer Demokratie. Persönlich bringe ich mich gerne ehrenamtlich als Lektor in meiner Kirchengemeinde Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen und als Offizier im Schützenverein Beverungen ein.
Für Schulabgänger halte ich ein Gesellschaftsjahr für sinnvoll.

Staat und Kommunen

Ein funktionierender Staat, mit digitalen Prozessen und klaren Zuständigkeiten gewährleistet eine moderne Zukunft für unser Land. Daran müssen wir arbeiten. Dafür braucht es Bürokratieabbau und an vielen Stellen auch etwas weniger Staat. Ich möchte den Menschen wieder mehr zutrauen und Eigenverantwortung stärken. Wir müssen die Subsidiarität wahren, denn oft kann die Kommune die Probleme vor Ort am besten und vor allem lösungsgerecht angehen.
Für mich muss der Staat für die Menschen da sein. Deutschland braucht eine umfassende Staats- und Verwaltungsreform. Ich möchte staatliche Prozesse schneller und effizienter machen. Dafür brauchen wir neue Strukturen und Arbeitsweisen: leistungsfähige Parlamente, digitale Behörden und weniger Bürokratie.

Europa

Heimatliche und regionale Verwurzelung, nationale Identität und europäische Gemeinsamkeit gehören zusammen, ergänzen und bedingen sich gegenseitig. Ein in Vielfalt vereintes Europa, in dem die Länder Hand in Hand agieren ist ein starkes Europa. All die Entscheidungen, die in Brüssel oder in Berlin getroffen werden, müssen unsere Kommunen umsetzen. Deswegen sage ich auch immer wieder, dass das Herz unserer europäischen Gesellschaft in den Kommunen schlägt. Deswegen muss Europa nach innen und außen ein starkes, sicheres, demokratisches, geopolitisch handlungsfähiges, zukunftsorientiertes, wettbewerbsfähiges, soziales und bürgernahes Europa sein.

 

Biografie

Ich bin am 06.05.1966 in Höxter geboren.

Am 27.08.1992 heiratete ich meine Frau Sonja. 1997 ist unsere Tochter Vanessa geboren. Das Verständnis sowie die Unterstützung meiner Familie und besonders meiner Frau für meine beruflichen Aufgaben geben mir Kraft für die täglichen Herausforderungen.

Ich bin in Ottbergen aufgewachsen. Nach unserer Heirat lebten wir zunächst in Brenkhausen. Mit dem Beginn meiner Berufstätigkeit in Beverungen bauten wir hier ein kleines Haus mit Blick auf die Weser.

1982 begann ich meine Berufslaufbahn beim Kreis Höxter. Mein Studium der Verwaltungswissenschaften schloss ich 1993 als Diplom-Verwaltungswirt (FH) ab. 2001 wählte mich der Rat zum Beigeordneten der Stadt Beverungen. 2004 und 2009 gaben mir die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Beverungen ihr Vertrauen und wählten mich zum Bürgermeister.

Meine Hobbys sind Unternehmungen mit meiner Familie und mein Beruf. Nach Abschluss meiner Fußballerlaufbahn bin ich aktiver Läufer. Ich genieße gerne unsere herrliche Landschaft bei Spaziergängen im Wald.

Seit meiner Jugendzeit ist ehrenamtliches Engagement für mich selbstverständlich. Als Messdiener, Jugendgruppenleiter, Mitglied bzw. Vorstand in verschiedenen Vereinen und Offizier in den Schützenvereinen Ottbergen und Brenkhausen habe ich mit Freude und Tatkraft den Gemeinschaftsgedanken vertreten. Trotz meines beruflichen Engagements bringe ich mich auch jetzt noch gerne ehrenamtlich, z.B. als Lektor in meiner Kirchengemeinde Heiligste Dreifaltigkeit Beverungen und als Offizier im Schützenverein Beverungen, ein.

Meine politischen Überzeugungen habe ich bei den Programmen und Wertinhalten der CDU gefunden, deren Mitglied ich seit 1992 bin. Die Orientierung am christlichen Bild vom Menschen und seiner unantastbaren Würde und davon ausgehend an den Grundwerten Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit, ist mir wichtig. Neben meiner Aufgabe als Kreisvorsitzender der CDU, vertrete ich u.a. die Interessen des Kreises Höxter als stellv. Bezirksvorsitzender der CDU und im Landes- und Bezirksvorstand der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU. Bereits vier Jahre darf ich nun die Bürgerinnen und Bürger des Wahlkreises Höxter-Lippe II im Deutschen Bundestag vertreten. Seit dem 27. Juni 2017 bin ich zudem kommunalpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Im Jahr gibt es ungefähr 22 Sitzungswochen, die ich in Berlin verbringe. Die übrige Zeit verbringe ich vor Ort im Wahlkreis – bei meiner Familie und meinen Freunden, sowie bei den Bürgerinnen und Bürgern. Meine örtliche und private Verwurzelung, das heißt die zahlreichen Gespräche, mein ehrenamtliches Engagement und die Treffen mit Bürgerinnen und Bürgern erden mich. Außerdem füllen die Anliegen der Menschen mein „Hausaufgabenheft“ für die Zeit in Berlin, in der ich als ihr Sprachrohr die örtlichen Interessen in der Bundespolitik vertrete. Besonders liegt mir hier natürlich die Stimme der jungen Generation am Herzen – deshalb arbeite ich eng mit der Jungen Union zusammen und besuche regelmäßig Schulklassen und Vereine.

Um auch einmal politisch über den Tellerrand zu schauen, stehen für mich auch Besuche im Ausland auf der Agenda. Dienstreisen und Gespräche mit Staatspräsidenten anderer Länder ermöglichen uns eine effektivere Politik, gerade im europäischen Bereich. Auch ist ein Erfahrungsaustausch wichtig, um Synergieeffekte zu nutzen. Besonders bereichernd sind Gespräche mit der jungen Generation in Europa, aber auch in Nahost oder Nordafrika, die ich im Rahmen der Auswahl von Stipendiatinnen und Stipendiaten für den Deutschen Bundestag kennenlernen durfte.

Mein Engagement in den zwei christlichen Gruppen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gibt mir – neben dem Besuch im Gottesdienst – die Leitplanken für mein politisches Handeln vor. So arbeite ich aktiv im Stephanuskreis und im Kardinal-Höffner-Kreis mit. Die Belange der Christen in der Welt sowie der Kampf für die Religions- und Glaubensfreiheit sind mir ein wichtiges Anliegen.

6. Mai 1966

Mein Geburtstag

1982

Abschluss der Realschule Brakel

1982

Beginn meiner Erstausbildung beim Kreis Höxter

1992

Meine Hochzeit

1997

Geburt meiner Tochter

2004 - 2013

Bürgermeister von Beverungen

2013 - heute

Bundestags-abgeordneter

seit 2017

Bundesvorsitzender der Kommunal-politischen Vereinigung der CDU und CSU Deutschlands (KPV)

seit 2021

Haushaltspol. Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

seit 2021

Mitglied im Ältestenrat und Rechnungs-prüfungsausschuss

seit 2022

Mitglied im Gremium „Sondervermögen Bundeswehr“